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EGON SCHIELE
Tulln 1890 – 1918 Wien |
BIOGRAFIE
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WEITERE WERKE
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PORTRAIT FELIX ALBRECHT HARTA, 1914
Bleistift auf Papier, 470 x 310 mm
Signiert und datiert rechts Mitte: Egon | Schiele | 1914
Bezeichnet links unten: F.A. HARTA.
Die Zeichnung wird in das Werkverzeichnis von Jane Kallir unter der WVZ Nr. D. 1621a aufgenommen. |
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Felix Albrecht Harta, 1884 in Budapest geboren, studierte in Wien Architektur, wandte sich aber dann der Malerei zu und zählte vor dem Ersten Weltkrieg zum Kreis der jungen Expressionisten um Oskar Kokoschka, Egon Schiele, Albert Paris Gütersloh und Anton Faistauer. Er unternahm mehrere Studienreisen durch Westeuropa, ehe er zum Kriegsdienst eingezogen wurde. Nach Kriegsende übersiedelte er nach Salzburg, wo er 1919 gemeinsam mit Faistauer die Künstlergruppe „Der Wassermann” gründete. 1928 - 1935 war er Mitglied des „Hagenbundes”. Er beteiligte sich an zahlreichen internationalen Ausstellungen und wurde mit mehrfachen Auszeichnungen und Preisen geehrt. 1939 emigrierte er nach England und kehrte 1950 nach Salzburg zurück, wo er 1967 starb.
In seiner frühen Wiener Zeit stand er insbesondere mit Egon Schiele in engerem Kontakt, der noch während der Kriegsjahre andauerte. Er saß ihm mehrmals Modell und porträtierte ihn auch seinerseits. Im Sommer 1916 fertigten Schiele, Harta und Gütersloh wechselseitig Porträtzeichnungen voneinander an, die als Vorstudien für geplante, aber nicht realisierte Gemälde dienen sollten. Bereits zwei Jahre vorher entstand die 1914 datierte Bleistiftzeichnung Schieles, die sich auf das Wesentlichste der Porträtdarstellung konzentriert. Mit kräftigen, raschen Strichen wird der Charakterkopf Hartas auf die obere Blatthälfte gesetzt. Die Dominanz des leicht nach links geneigten, spitz zulaufenden, von einem Bartgekringel umrahmten Gesichts wird aufgewogen durch die mit nur wenigen, vor allem rechts weit herabgezogenen Linien angedeutete Büste, wodurch die Zeichnung bei aller Spärlichkeit der eingesetzten Mittel ein kompositionelles Gleichgewicht erhält.
Edwin Lachnit
Literatur: Jane Kallir: Egon Schiele. The Complete Works. New York 1998.
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